Tür des Monats August 2018

Kundentür-Report: AGE 1130 plus

Freunde der Linienoptik kommen voll auf ihre Kosten bei einer Inotherm AGE 1130 plus, wie hier beim Kunden verbaut. Nicht nur Türflügel-Glaseinsatz und Aluminiumoberfläche sind mit deutlichen Linien übereinander quergestreift, sondern auch das Seitenteil, das links von der Haustür Platz gefunden hat. Doch alles der Reihe nach...

Linien, Striche, Geraden ohne Ende

Das hohe Glasfeld in der AGE 130 plus, das wir wieder als auf der Schmalseite stehenden Quader ansprechen müssen, liegt nicht etwa auf der Türenmittelachse, sondern versetzt zur Schlossseite, was die umgebenden Flächen etwa in Anteilen von 1/3 zu 2/3 (Aufhängungsseite) dimensionieren lässt. Der dreischichtige Scheibenaufbau im Glaseinsatz bringt die Ornamentik als Motivlinien im Inneren mit sich. Dies sind fünf waagerechte Linien, die das weiße blickdichte Satinato in sechs gleich große Parzellen unterteilt. Für diese entstehen so quadratischen Grundrisse. Was übrigens oberhalb und unterhalb des Glasquaders übrigbleibt an Aluminiumoberfläche, ist etwa gleich hoch wie solch eine Parzelle im Glas. Wenn wir bei der Alu-Haut auf der Inotherm AGE 1130 plus bleiben wollen, sollte gleich erwähnt werden, dass die Trennlinien im Glaseinsatz sich auf der Türoberfläche zur Aufhängungsseite fortsetzen als recht deutliche, weil nicht dünne Linien-Applikationen in Edelstahl. Davon muss es also gleichfalls fünf Stück geben; waagerecht parallel bis zum Rand durchlaufend.

Einmal breit statt zweimal schmal

In diesem speziellen Fall eines Altbau-Einbaus fand sich neben der Tür noch genug Lücke, um diese mit Seitenteil(en) zu schließen. Der Käufer entschied sich für ein einziges breites Seitenteil auf Schlossseite statt zweier schmaller Schildwachen rechts und links von der Tür. Dafür waren 58 cm Platz vorhanden. Das Seitenteil kennt zwar nicht die Beschränkungen des Glaseinsatzes auf dem Türflügel, sondern erstreckt sich mit seinem eigenen Glaseinsatz in voller Höhe und Breite, von Rahmenprofil zu Rahmenprofil, doch ist an Motivlinien zu den fünf waagerechten Strichen aus der Türfüllung nichts hinzugekommen. Auch hier sorgt weißes Satinato für Blickdichte, lässt aber Licht durch. Dieses Seitenteil bietet einen Wärmedurchgangskoeffizienten von 0,7 W/m2K, während die Türfüllung ein bisschen besser punktet mit 0,5 W/m2K.

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Abgefüllt, aber kaum schwerer

Zurück auf dem anthrazitgrauen Türflügel schauen wir uns noch die Beschläge an: ein kantiger Außengriff ZAE 72 A mit 75 cm vertikaler Länge zum Anpacken, zwischen Glas und Schloss platziert. Darüber, auf der Höhe der obersten Glasmotivparzelle, wurde die Hausnummer der Kundenadresse eingefügt, sie ist ebenso bündig mit der Umgebung wie die Linienapplikationen, gleichfalls aus Edelstahl. Mit dem Schlüssel muss man sich um dieses Schlüsselloch herum schon Mühe geben, ehe man der Türhaut wird Kratzer zufügen können - denn dort prangt ein eckiger Kratzerschutz KS-7, aus dem kratzresistenten Material Edelstahl. Für einen E-200 Wetterschenkel über der Bodenschwelle war auch noch Platz. Die Tür enthält die aufwändigere Verriegelungsmechanik von Inotherm, die fünffache Verriegelung mit Rundbolzen und Haken, aber ohne Automatik. Eine Besonderheit ist aber die Verwendung von Sicherungsbolzen an der Bandseite (BT 9). Die Bauweise der flügelüberdeckenden Aluminiumhaustür von Inotherm auf AT 100 Profilen von Schüco ist als solide anzusprechen, dieses innere Gerüst ergibt eine Bautiefe von 105 mm. Eine Besonderheit in diesem Fall ist die Ausschäumung der Profile mit Polyurethan, wo sie sonst auf Luftkammern setzen. Die Gewichtszunahme dadurch ist aufgrund der Leichtigkeit des Materials vernachlässigbar.

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