Tür des Monats September 2021

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Es gibt Aufträge im Leben eines Haustürenlieferanten und -monteurs, die sind nicht wie andere und werden eine Weile im Gedächtnis bleiben. Dieser hier ist so einer. Die neue Haustür von Inotherm ist nicht so exotisch, aber ein derart breiter Gestaltungsraum für das Seitenteil schon, und die Klopferei an einer Wand aus Glassteinen, die erst weichen musste, ebenso. Aber alles der Reihe nach. Widmen wir uns zuerst wie üblich einer Kurzbeschreibung dessen, was der Neuanschaffung weichen musste. Wir sahen wieder einmal eine dieser alten Alurahmenkonstruktionen mit strukturierter Glasfüllung in voller Bauhöhe. Ja, auch der seinerzeit typische quadratische Stoßgriff durfte nicht fehlen. Das Exemplar füllte aber nur gut ein Drittel des Eingangsbereichs aus, die anderen zwei Drittel waren mit Glasbausteinen zugemauert, immerhin einen Briefkasten mit Klingeln darinnen einfassend. Das bot viel Licht für den Treppenbereich dahinter. Jetzt aber musste das alles weg, und zwar möglichst schonend, denn wir wollten ja nicht die Treppe oder mehr als nötig an Bodenbelag oder Wandputz beschädigen. Eine Abrissbirne kam also nicht in Frage, eher noch Hammer und Meißel im händischen, zeitintensiven Präzisionseinsatz. Eine schweißtreibende Arbeit, für die man sich das Wetter nicht aussuchen kann: wir wurden mit 35 Grad Außentemperatur verwöhnt. Immerhin bot der Einsatzort unter dem Vordach so etwas wie Beschattung.

Gestaltung in der Breite

Bei freier Einteilung wäre wohl der Optik zuliebe vorzuziehen gewesen, den Türflügel in die Mite zu setzen und gleich große Seitenteile links und rechts davon zu platzieren. Aber die örtliche bauliche Situation mit der Treppe erlaubte keine abweichende Planung. Der ganze Bereich hinter den Glasbausteinwand war von den ersten Stufen und dem ersten Absatz der Treppe zum 1. OG ausgefüllt und erlaubte darum nicht, die Tür irgendwo anders einzubauen als am linken Ende des Ensembles. Wie gehabt. Der Türflügel der Inotherm AK 407 verfügt zwar auch über eine große zentrale Glasfüllung, aber lässt doch eine breitere Einrahmung zu, was schon für den langen Edelstahl-Stangengriff nötig ist. Den Raum daneben sehen wir mit drei breiten Glasfeldern des Seitenteils abgedeckt, mit Längsstreben dazwischen, was mit dem deutlich größeren Briefkasten- und Klingelbereich im ersten Abschnitt dieses extrabreiten Seitenteils begründet ist. Der lässt sich deutlich stabiler verbauen, wenn er auf beiden Seiten von Profilrahmen gehalten wird. Dadurch ergab sich dann der Rhythmus, die beiden restlichen Glasflächen von voller Höhe daneben einzuteilen, in der Summe also je ein Drittel der Breite ausmachend. Bleibt noch zu erwähnen, dass über und unter dem Briefkasten- und Klingelkorpus Restglasflächen möglich waren. Tür und alle Seitenteilbauteile sind in Anthrazitgrau Feinstruktur 71 334 FS gefärbt, außen wie innen. Anders als die ehemalige Aluhaustür mit den Glasbausteinen ist nun eine homogene Ensemble-Charakteristik entstanden.

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Durchblick, Licht und Technik

Anders als in vielen anderen Kundentüren wird hier nicht so sehr auf Undurchdringlichkeit durch Blicke gesetzt, tatsächlich sind die Glasmotive der mittleren Scheiben im dreischeibigen Aufbau durchsichtig. Bei so viel Glasfront ist die Wärmedämmung nicht ganz uninteressant und erreicht 0,5 W/m2K im Wärmedurchgangskoeffizenten. Der Stangengriff ist so lang wie der Glaseinsatz auf dem Türflügel hoch ist - also 160 cm. Er besitzt den Inosmart BT 610 Fingerscan, auch einen Codetaster und eine LED Beleuchtung. Wer sich darauf nicht verlassen möchte, kann immer noch einen Schlüssel hervorholen und ins gewohnte Schloss stecken, umgeben mit einer runden Sicherheitsrosette in Edelstahl. Innen kommt die Inotherm mit einem Edelstahldrücker aus, der über ein Langschild montiert ist. Klar, das Aufklinken von innen soll schnell gehen und braucht keine Autorisation wie von außen. Das Schüco Royal System, welches mit seinen Profilen sozusagen das Grundgerüst des Aluminiumhaustür-Ensembles ausmacht, ergibt eine Bautiefe der ganzen Anlage von 95 mm. Die Bauweise der Inotherm AK 407 ist außen und innen flügelüberdeckend, kommt also mit weniger sichtbaren Kanten aus und isoliert besser. Daran erkennt man schon auf einen Blick eine aktuell hochwertige Tür. Seine verstellbaren dreiteiligen Rolltürbänder fügen sich harmonisch ins Ganze ein, indem sie in Türfarbe Anthrazit Feinstruktur gehalten sind. Die fünffache Verriegelung wird elektrisch motorisiert vorgenommen, wozu das System über einen enthaltenen Trafo, der auf Schwachstrom herunterregelt, den Strom aus der normalen 240 Volt Hausinstallation bezieht. Mit einem letzten Blick zurück ziehen wir zufrieden von dannen. Für all das hat sich doch die Klopferei und Schwitzerei gelohnt!

 

Tags: Inotherm

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