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Tür des Monats Mai 2017

Die private Planetensternwarte fürs Zuhause

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Auf dieser Kundentür vom Hersteller Inotherm Modell AAE 1201 sehen wir ein schönes Beispiel für ‘space’iges Design, für junge und junggebbliebene Freunde von Science-Fiction und Futuristik. Wieso? Nun, wenn Sie das Dekor auf der Inotherm Aluminiumhaustür nicht an einen Planeten mit Ringen wie dem Saturn in unserem Sonnensystem erinnert, dann haben Sie in Ihrer Jugend vermutlich einen weiten Bogen um dieses Genre gemacht. Lustigerweise hat dieser ‚Planet‘, ausgedrückt durch einen Kreis mit konzentrischen Ringen in Edelstahl (Kern), RAL 3000 Feuerrot (Erster Ring), Glaseinsatz (Zweiter Ring) in der Türmitte gleich zwei Ringsysteme erhalten. Sehr clever wurde hier der Stoßgriff integriert, nämlich zusammen mit darüber und darunter liegenden feinen Nutenlinien einen Gegenring um den ‚Planeten‘ bildend. Wir haben also einen massiven, umlaufenden, in der Perspektive linsenförmig wirkenden Planetenring aus Edelstahl-Applikation von oberer linker Ecke diagonal nach unten rechts weisend und in querer Gegenrichtung die ungleich feineren Reliefnuten und den Stangengriff dazwischen über die Türoberfläche laufend. Damit endet die Komposition noch nicht. Die Tür ist abgesehen vom Signalrot des Dekors noch zweifarbig, nämlich rubinrot auf einer durch Kreisbogenlinie abgegrenzten Fläche, die ihren Mittelpunkt etwa auf Fussbodenniveau weit außerhalb der Aufhängungsseite hätte, während der Restbereich in Anthrazitgrau bleibt. Das Anthrazitgrau wurde wohl gewählt, um zu der Einkleidung der umliegenden Fassade mit grauen Platten zu passen. Die Farbgrenzlinie auf der Tür schwingt sich von Austrittspunkten nahe den Ecken von Ober- und Unterkante über eine Parallele zum Rand der Edelstahl-Linse, die die Rolle des ‚Planetenrings‘ spielt, und taucht dabei unter den Ring des Glaseinsatzes.

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Weitere Ornamentik und einige technische Finessen beim Modell AAE 1201

Der Glaseinsatz auf der Aluminiumhaustür ist nicht einfach nur Glas, sondern benutzt ein Glasmotiv auf der mittleren Scheibe, es enthält Fussing Glas: das ist geschmolzenes (farbiges) Glas, um Dekorationen zu schaffen - hier farbliche Einschlüsse in Rot und einigen anderen Farbpartikeln, in der Summe erzeugt das einen ‚gesprenkelten‘ Look. Denken Sie sich das als ‚Atmosphärenhülle‘ unseres abgebildeten Planeten. Zum wahrhaft komplizierten und dabei so großen Ornament auf der Tür fehlt nur noch die Erwähnung von je drei kugelförmigen - nennen wir sie kleine Monde oder Asteroiden auf Umlaufbahn - Applikationen im Zwischenraum zwischen Edelstahl-Linse und der Trennlinie zwischen den beiden Farbzonen; einmal über dem Glaseinsatz, einmal darunter. Die übrigen Einzelheiten auf der beim Kunden verbauten Inotherm Haustür sind technischer und nicht dekorativer Art: ein Fingerprint (anderswo Fingerscan genannt),die aufgebrachte Hausnummer in Edelstahl in der Mitte des anthrazitgrauen Feldes, der stählerne Wetterschenkel an der Unterkante und natürlich die Sicherheits-Rundrosette in mattierten Edelstahl, die das Öffnen auch ohne Fingerabdruck erlaubt, wenn man nur den richtigen Schlüssel dabei hat. Die ganze Anlage wurde von der Türschlossseite (DIN rechts innenaufgehend) um ein verglastes Seitenteil erweitert, die verbauten Schüco Rahmenteile sind alle zusammen im RAL 3003 Rubinrot-matt gehalten. Diese Dreifachverglasung im Seitenteil hat kein Motiv erhalten. Die Verwendung von ‚Kathedral weiß‘ Glas darinnen bedeutet, dass es so strukturiert ist, dass der Blick verschwimmt und lediglich Schemen wahrgenommen werden können - dem Licht wird aber erlaubt den Innenraum zu erhellen. Mit einem fünffachen Bolzen-Schwenkriegel mit elektromechanischem Antrieb ist die Haustür sicherheitstechnisch sehr gut aufgestellt.

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